Der leiseste Moment von ULTRACE 2025 war ein Le-Mans-Auto, das von Hand geschoben wurde. Ein Dutzend Leute mit Handschuhen stemmte sich gegen einen weißen BMW V12 LMR und rollte ihn an seinen Platz, und quer über die Karosserie stand in großen reflektierenden Buchstaben: „WHAT I WANT“. Die Geschichte der Show haben wir schon in ULTRACE 2025 Wrocław erzählt. Das hier sind die Postkarten: dreizehn kurze Clips von One Breath Pictures, gedreht für den Sound, und die Autos, für die in unserer ersten Story kein Platz mehr war.
Jenny Holzers BMW Art Car: der Le-Mans-Sieger von 1999
Das ist das 15. BMW Art Car, 1999 von der US-Künstlerin Jenny Holzer gestaltet, auf Basis eines BMW V12 LMR: des offenen Prototyps, der im selben Jahr Le Mans gesamt gewann. Holzer beklebte ihn statt mit Lack mit ihren „Truisms“ in reflektierender Folie, damit er ein einsatzfähiges Rennauto bleibt. Auf dem Heckflügel steht „Lack of charisma can be fatal“.
ULTRACE zeigte ihn neben einem V12 LMR im DELL-Design, der in unserem Clip dahinter zu sehen ist, als Teil von BMWs Art Car World Tour zum 50-jährigen Jubiläum der Art Cars.
Quelle: ULTRACE on the Holzer Art Car.
Die BMW-Ecke: E31, E30, E36, E46
Polen liebt BMW, und ULTRACE beweist es. Ein 8er der Baureihe E31 stand mit offenen Schlafaugen da, jede Leuchte in Orange, tief über einer ausladenden Frontlippe. Ein bordeauxroter E30 posierte als Coupé auf silbernen Kreuzspeichen für eine Reihe Fotografen.


Eine silberne E36-Limousine auf Tiefbettfelgen und mit Frontscheiben-Banner kroch vorbei, die Reifen tief in den Radhäusern versenkt. Und eine Gruppe weißer E46-3er-Drifter in passendem Lila-Design stand gemeinsam auf der vom Gummiabrieb geschwärzten Driftfläche, einer davon mit hochgeschwungenen Türen.
Japan, auf europäische Art: Kaido Racer, Z31, MR2
Das Auto, das wir mitgenommen hätten: ein Kaido Racer in Weiß, Petrol und Orange gestreift, Startnummer 33, mit tiefem Frontspoiler, ausgestellten Kotflügeln, einem japanischen Yokohama-Kennzeichen und zwei Takeyari-Auspuffrohren, die hinten in die Höhe ragen und in sternförmigen Endstücken auslaufen. Kaido Racer stammen aus dem japanischen Highway-Racing-Stil der 1970er und 80er. Wir kamen nicht nah genug heran, um das Modell darunter zu bestätigen. Beim TÜV würde allein der Auspuff vermutlich eine längere Kaffeepause auslösen.


Dann ein bronzefarbener Nissan 300ZX der Generation Z31, mit T-Top und goldenen Kreuzspeichen, gefilmt in einer langen, langsamen Vorbeifahrt. Und ein weißer MR2 SW20 auf polierten Tiefbettfelgen: nicht der gelbe MR2 aus unserer ersten Story, sondern ein zweiter.
Quer und laut: Drift auf der Ultrace PA


Der erste Clip ist die Driftshow aus Sicht der Zuschauer am Zaun: Rauch, eine Reihe Autos und ein gelbes darunter, zu weit weg, um es zu benennen. Näher dran rollten ein petrolfarbener 180SX mit halb geöffneten Klappscheinwerfern und ein weißer FC RX-7 an der Driftfläche der Ultrace PA vorbei.


Ein Silvia S15 mit polnischem Kennzeichen und einem einzigen riesigen Endrohr versammelte eine Menge, nur im Leerlauf. Ein kastanienbrauner Toyota Chaser JZX100 voller GReddy-, Valvoline- und Tribal-Grafiken rollte auf verchromten Fünfspeichen aus der Reihe, gefolgt von einem schwarzen Driftauto.

Zum Schluss verschwand eine schwarze BMW-Limousine, nach unserer Einschätzung ein 3er E90, in ihrem eigenen Rauch, vor einer voll besetzten Zuschauertribüne und unter einem Schild mit der Aufschrift „Running From Nothing“, dem Motto der Show 2025.
Die Postkarten-Version
Man kann über ULTRACE lesen, aber mit aufgedrehter Lautstärke ergibt es mehr Sinn. Also: lauter. Und wer das Hauptevent verpasst hat, fängt am besten beim E36 M3 mit Judd-V8 an.
Video: One Breath Pictures.




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